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User - Der Mitglieder-Blog

Nicht neu: *~*0815 *~* Alle Jahre wieder *~* 0815*~*

Von bisasam0815, 23.12.2009, 1523 Aufrufe, 14 Kommentare | Kommentar hinzufügen

Nicht noch ein Userblog…
 
 
Moin Moin,
 
das Jahr neigt sich dem Ende und bevor es ganz von uns gegangen ist möchte ich noch einmal von meinem Balkon zu Euch sprechen.
Was ist nicht alles unglaubliches passiert seit meinem letzten Blog?
 
Spontan fällt mir eines ein:
Es war Freitag, der 11. Dezember. Ich tauche ein in die weite Welt des Intranetz und das Erste was mir auffällt auf meiner Startseite: „Gratis Turniere Sonntag“. „Krass“ denke ich mir und klicke schnell mal drauf. Zu früh gefreut. Es ist der Blog eines, wie er sich selbst nennt, ‘Shootingstar’. Wohl ein weiterer Userblog ohne wirklichen Content gespickt mit schlechten Witzen. Und da kamen sie auch schon: „Es wurde ein Mann zur Frau operiert. Was glaubt ihr was das Schwerste war? Das Gehirn.“ Oh was habe ich gelacht. „Ha, ha, ha“ schrie ich vor lauter Belustigung.
Doch was tut man nicht alles für Geld?
Also hab ich mir den geistigen Nonsens angetan und kam letztendlich doch zu dem versprochenem ‘Gratis Turnier Sonntag’. Für alle die schon gegessen haben hier in Kurzform:
Der kleine Johannes hat keine Freunde. Deshalb schenkt er jedem, der ihn bei Facebook als Freund hinzufügt, 11$ für die Sonntachs ¼ Million.
Und ja, steinigt mich, aber für Geld mache ich fast alles. Also schnell Account erstellt, Johannes geaddet und auf die Kohle gehofft. Und gehofft und gehofft und gehofft. Bis heute habe ich keinen Cent erhalten. Was für eine Demütigung! Da verkaufe ich Facebook schon für umsonst meine Daten und Kohle bekomme ich trotzdem nicht. Promt kamen die Minderwertigkeitskomplexe wieder. Mag er mich nicht? Bin ich etwa zu fett? Sollte ich vielleicht mehrmals im Monat duschen? Oder liegt es an meinem Namen? Ich kann nichts dafür, bitte beschuldigt mich nicht! Meine Mutter dachte nicht nach, als sie mich Pascal nannte. Wer könnte ahnen, dass es in Verbindung mit meinem Nachnamen ‘Enis’ für Lacher sorgen könnte? Aber etwas Gutes habe ich von diesem Johann gelernt: Wenn Du bloggst, so stelle die interessanten Dinge ans Ende des Blogs.
 
Der große Intellipoker Kreativitätswettbewerb sponsored by Bisam1 bis Bisam 100
Die Ergebnisse
 
[obligatorischer Standartsatz]Der große Intellipoker Kreativitätswettberwerb ist beendet und war ein voller Erfolg [/obligatorischer Standartsatz].
Ich habe 6 wirklich tolle Geschichten erhalten und es hat mir ordentlich Spaß bereitet diese zu lesen. Anstatt noch weiter um den lauwarmen Brei herumzureden komme ich einfach zu den Ergebnissen:
 
Den 3. Platz und somit 75IPP erreichte Nightflop für seine Story ‘Guten Tag, Herr Kaggnerd’.
Es ist nicht direkt eine Geschichte, sondern eine Art Blog, der, wie der Name schon vermuten lässt mal wieder Moni’s Herrn Tilt auf die Schüppe nimmt.
 
Platz Nummero 2 und 125IPP gehen an madesa und ihre wirklich tolle, lüsternd anmutende, Kurzgeschichte ‘Polly’s Nachtschicht’. Die Geschichte ist kurz, würzig und irgendwie genial.
 
An the Oscar goes to… Tükkeburg!
Platz 1: Der User Tükkeburg mit seiner Geschichte ‘Über Blasinstrumente und umherrwirrende Gedanken’, die wirklich sehr seltsame Gedanken beherbergt. Er bekommt dafür satte 300IPP.
Er schrieb mit Abstand die längste Geschichte und die vorgegeben Wörter wurden sehr gut verarbeitet. Hat mir gut gefallen und ich musste mehrfach laut lachen.
 
Ich erhielt 3 weitere Einsendungen für die es leider nicht auf’s Treppchen gereicht hat von BigPuppaPump, Ren_Flower und Oister1969. Diese 3 erhalten, ebenso wie die Top 3, das Buy In für Monis Geburtstagsturnier (Turniernummer: 218416192).
Ich danke Euch allen für die Teilnahme und wünsche Euch viel Erfolg!
 
Als Abschluss gibt es hier noch die Gewinnergeschichte. Die Beiträge von madesa und Nightflop gibt’s dann beim nächsten mal.
 
Ein frohes Fest wünsche ich Euch!
 
Bisam
 
 
 
Über Blasinstrumente und umherrwirrende Gedanken (by Tükkeburg)
Nun stehe ich wieder hier! Ein total schwachsinniger Nonsens kommt mir in den Sinn. Ich gucke gerade auf eine Fernsehzeitung. Auf eine Fernsehzeitung die mittlerweile mehr Werbung als das wöchentliche Fernsehprogramm enthält. Seltsamerweise dachte ich daraufhin an Apfelkuchen.
Ich blätterte ein bisschen in diesem gänzlich langweilig wirkendem Heftchen und erblickte auf einmal eine interessante Werbeanzeige. Der Hintergrund vollständig Bordeaux mit einer Niance von hornhautumbra. In der Bildmitte: ein Musikinstrument. Genauer gesagt ein Blechblasinstrument. Eine Tuba. Mein mittlerweile etwas eingerostetes Gehirn begann akribisch daran zu arbeiten, dieses Bild mit Inhalt zu füllen. Tuba… Ich dachte an einen ehemaligen jüngeren Kollegen. Dieser seltsame Vogel hielt es für nötig, mit seinem pilzförmigen Haarschnitt anzugeben. Aber er spielte Tuba. Plötzlich fingen meine Gedanken an, ihre eigenen Gedanken zu entwickeln. Dadurch ein wenig in Trance bemerkte ich, das ich grade an Nina Hagen mit lüsternd anmuteneder Reizwäsche dachte. Kennen sie dieses Gefühl, in denen man in den ersten Sekunden noch etwas Witz an einer Sache entdeckt und dann anfängt sich langsam innerlich zu übergeben? Ich fühlte mich gerade ähnlich.
Auf jeden Fall entwickelte sich der Gedanke, dass ich mir schnellstmöglich eine Tuba zulegen sollte. Ich ging also los und wanderte die Straße entlang. Mir kam eine Gestalt entgegen, die mich unweigerlich an den Dönerverkäufer, der neben dem Haus meiner Großmutter wohnte, erinnerte. Er hatte diesen typischen Blick aufgelegt , der einem sagen sollte, dass man den Herren besser nicht verarschen sollte. Mir kamen die Gedanken hoch, als ich damals versehentlich eine Pommes Mayo bestellt, aber eigentlich Pommes mit Ketchup haben wollte. Diesen netten Unterton des Dönerverkäufers, als er mich fragte, ob ich ihn den verarschen wolle, werde ich im Leben nicht vergessen. Allgemein entwickelten sich seitdem seltsame Theorien über die Dönerverkäufer in der Gegend. Ich hatte das Gefühl, dass dort etwas mehr lief, als nur diese grundsätzlich eher schäbig eingerichteten Randdönerbuden. Es war ein Gefühl der Dönermafia in der Luft. Grundsätzlich war mir das egal. Aber nachdem ich dann mitten in meine Gedanken vertieft in einen netten Herren, der in etwa die Größe eines Kleiderschranks hatte, hineinlief, und dieser mich dann in einen Sack packte und einfach mitnahm, dachte ich plötzlich an die Dönermafia. Diese Gedanken verflogen schnell, nachdem ich in dem Sack Überreste eines Döners fand und diese genüßlich verzehrte. Nach 5 Minuten voller Genuss, machte sich in meinen Gedanken gähnende Lehre breit. 5 Minuten war Ruhe. Bis ich plötzlich sehr unsanft auf einem offensichtlich harten Untergrund aufstieß und langsam wieder anfing, mir darüber Gedanken zu machen, warum mich gerade jemand in einem Sack durch die Straßen meines Kuhdorfs geschleppt hatte, ohne jeglichen Widerstand von mri erfahren zu haben. Ich musste unweigerlich an den Tod denken. Ich machte mir tatsächlich Gedanken, wie es wohl ist, tot zu sein. Eigentlich widmen sich ja viele Menschen dem weitaus kürzerem Teil vor dem Tod. Ich aber empfand den Druck, jetzt akribisch über meine postmortalen Planungen nachdenken zu müssen. Ich wäre auf jeden Fall ziemlich unvorbereitet. Wie jeder. Wer denkt schon, morgen tot zu sein und ins Jenseits zu fahren? Niemand, außer vielleicht Jopi Heesters, aber den lassen wir mal außen vor. Diese unvorbereitete Einstellung wird schon zu Kindzeiten verinnerlicht. Man geht zur Schule, lernt fürs Leben, anstatt sich einfach mal auf das faule Liegen, oder vielmehr liegendes Faulen vorzubereiten. Und was hat man jetzt vom Lernen: Ein „Ausreichend“ in Latein. Dennoch sollte man Verständnis für die Einstellung von uns Menschen haben. Wenn man davon ausgeht, dass das jüngste Gericht jetzt 2000 Jahre auf sich warten lässt, ist damit zu rechnen, dass auch für diejenigen, die in den nächsten Jahrzenten ihren Löffel abgeben, im Jenseits noch zumindest genügend Zeit sein wird, sich eine anständige Verteidigungsstrategie auszudenken.
Oder wenigstens einen guten Anwalt. Ich wurde aus meiner heiteren Welt der Gedanken mit einem dumpfen Schlag auf den Kopf befördert. Der Sack öffnete sich. Ich sah Licht. Das Licht am Ende des Tunnels? Offensichtlich nicht. Ich erblickte vor mir einen Farbigen. Innerlich musste ich lachen und ärgerte mich ein wenig über meinen bösartigen Humor.
Ich wurde gezwungen, aufzustehen. Ungern erfüllte ich diese Bedingung und folgte den weiteren Anweisungen des Farbigen. Schließlich standen wir vor einer stählernen Tür mit einem gigantropischen Schloss. Der Mann meinte, dass sich ein gewisser Sesam öffnen solle.Plötzlich fing die Tür an, sich mit Biegen und Krachen zu öffnen und Einblick in den Raum dahinter zu geben. Zunächst war ich überrascht von der Tatsache, dass diese Tür auf den Namen Sesam hörte. Dann aber erblickte ich unweigerlich die gelagerten Dinge in diesem dubiosen Raum. Döner! Nichts als Döner! Zu Hauf! Mein Mund füllte sich mit Speichel. Im nächsten Augenblick verstummten sämtliche Gedankenstränge. Links neben fein zu einer Pyramide aufgestapelten Dönern erblickte ich einen Tisch. Es saßen Männer an diesem Tisch. 7 Stück. Ich erstarrte. Es gab sie wirklich. Die Dönermafia. Sie spielten an diesem Tisch offensichtlich Poker. Auf einmal wurde alle weiß, alles verschwamm und alles um mich herum wurde schwarz. Kurze Zeit später erblickte ich Tageslicht. Zunächst blinzelte ich in die helle Sonne. Ich vernahm nur Umrisse von meiner Umgebung. Nach einer Weile bemerkte ich, dass sich um mich herum eine ganze Reihe Leute befanden, die ich vorher für seltsam bemalte Mülltonnen gehalten hatte. Einer fragte mich, ob ich ihn hören könne. Ich antwortete, ich wäre bis vor ein paar Minuten zumindest noch nicht taub gewesen und auch jetzt verstände ich ihn prächtig. Der Mann schien sich zu freuen, hüpfte wie dieser eine Kerl aus Wicki und die starken Männer, ach ja, Urobe und lief anschließend ohne Vorwarnung gegen eine Betonwand. Nicht besonders beeindruckt hinsichtlich dieses doch seltsamen Ereignisses bemerkte ich, dass ich wieder klar denken konnte. Ein Mann, der neben mir stand und währenddessen Seifenblasen blubberte, wies mich irgendwann daraufhin, dass ich gegen einen Pfahl gerannt wäre. Ich dachte nach und erkannte die Zusammenhänge. Bart + Rasierer = kein Bart.
Zurück in der Realität dachte ich nun wieder an die Tuba. Ich wollte unbedingt eine. Ich lief noch eine Weile und blieb letztendlich vor einem kleinen Eckladen stehen. Dort prangerten 12 neonbeleuchtete Buchstaben: B – A – H – A – M – A – G – R – Ü – T – Z – E
Aus irgendeinem Grund war ich mir bewusst, dieser Laden kann kein Instument-Verkaufs-Geschäft sein. Ich ging hinein und sah einen kleinen Herren, der hinter der Ladentheke hervorblickte. Er erinnerte mich irgendwie an Peter Maffay. Er hatte diese typischen Peter Maffay Haare und auf seiner linken Wange gedeite eine dicke braune Warze. Er fragte, ob er mir behilflich sein könne und ich antwortete ihm in ruhigem Ton, er solle bitte ruhig sein, denn Leute mit dem Aussehen von Peter Maffay würden mir Angst machen. Der Mann zog verärgert von dannen. Im Laden gab es ausschließlich Stricknadeln. Nicht 1000. Nicht 10000. Bestimmt hunderte von Millionen Stricknadeln lagerten hier. Aber warum? Auf einmal kam hinter mir etwas hervor und blickte mich an. Er sagte, ich solle mich nicht bewegen und die Hände hochnehmen. Ich blickte in ein Pistolenrohr. Nach einer Weile des Denkes entschied ich mich durch meine komplexen geistig moralischen Fähigkeiten, meinen Gürtel abzulegen, die Hose zu öffnen, und mitten in die Fensterecke zu urinieren. Auf einmal viel ein Schuss. Ich erschrak. Und merkte etwas ungewöhnliches. Es war dunkel. Ich schaltete das Licht ein. Und bemerkte, dass ich mitten in meinem Bett lag…
 

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